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Studienbeihilfe


Voraussetzungen


Anspruch auf Studienbeihilfe haben österreichische Staatsbürgerinnen und -staatsbürger sowie „gleichgestellte Ausländer und Staatenlose“ (§ 4 StudFG). Eine detaillierte und abschließende Darstellung, wer unter welchen Voraussetzungen gleichgestellt werden kann, ist auf Grund der Komplexität des Themas und der raschen Änderung der Rahmenbedingungen (Judikatur des EuGH!) hier nicht möglich.

Grundsätzlich gilt Folgendes:
EWR-Bürgerinnen und -bürger sind gleichgestellt, wenn sie selber oder ein Elternteil „Wanderarbeitnehmer“ sind oder wenn vor Studienbeginn bereits eine ausreichende „Integration in das österreichische Bildungssystem“ bestanden hat.
Drittstaatsangehörige sind gleichgestellt, wenn sie sich bereits ausreichend lange „ununterbrochen und rechtmäßig“ in Österreich aufhalten.
Staatenlose müssen für die Gleichstellung vor Studienbeginn bereits mindestens fünf Jahre gemeinsam mit einem Elternteil in Österreich unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig gewesen sein.
Konventionsflüchtlinge benötigen für die Gleichstellung den Nachweis der Flüchtlingseigenschaft (Pass, Bescheid).
Der/die Studierende
• muss sozial förderungswürdig sein. Bestimmungsfaktoren der sozialen Förderungswürdigkeit sind Einkommen, Familienstand und Familiengröße.
• muss das jeweilige Studium vor Vollendung des 30. Lebensjahres begonnen haben.
• darf noch keine gleichwertige Ausbildung im In- oder Ausland absolviert haben.
 

Höhe der Studienbeihilfe


Die Studienbeihilfe wird 12 x jährlich ausbezahlt. Wenn Ihr am Wohnort der Eltern studiert, beträgt die Höchststudienbeihilfe 5.700 Euro/Jahr bzw. 476 Euro/Monat. Für Studierende, die nicht am Wohnort der Eltern studieren oder SelbsterhalterInnen, Vollwaisen, verheiratete Studierende oder Studierende mit Kind sind, beträgt sie 8.148 Euro/Jahr bzw. 679 Euro/Monat.
Von der Höchststudienbeihilfe wird die zumutbare Unterhaltsleistung der Eltern, die zumutbare Eigenleistung der/des Studierenden und die Familienbeihilfe inkl. Kinderabsetzbetrag abgezogen. Nachdem dies alles von der Höchststudienbeihilfe abgezogen wurde, bleibt der Betrag übrig, den Ihr ausgezahlt bekommt.
Achtung! Die erhöhte Studienbeihilfe steht nicht unbedingt zu, wenn der/die StudentIn einen eigenen Wohnsitz hat, sondern nur, wenn nicht am Wohnort der Eltern studiert wird.
Wie hoch ist meine Studienbeihilfe? Wenn Ihr genaueres wissen wollt, könnt Ihr Euch auf der Homepage www.stipendium.at Beispiele zur Berechnung ansehen.
 

Antragsfristen


Die Anträge müssen innerhalb der Frist bei der Post (Datum des Poststempels) bzw. bei der Stipendienstelle abgegeben werden:
20.September bis 15.Dezember für das Wintersemester
20.Februar bis 15.Mai für das Sommersemester
 

Zuverdienstgrenze


Aufgrund der Novelle des Studienförderungsgesetzes (StudFG) gilt ab dem WS 2008/09 eine neue (höhere) Zuverdienstgrenze! Pro Jahr dürfen nun 8.000 Euro verdient werden. Es ist egal in welchem Monat wie viel verdient wird, solange es insgesamt nicht mehr als 8.000 Euro sind. Das Gesamtjahreseinkommen im Sinne des StudFG ist das Bruttoeinkommen, reduziert um die Sozialversicherungsbeiträge und die Sonderausgaben und das Werbungskostenpauschale.
Zu beachten ist, dass auch Bezüge wie Waisenpension, Waisenrente, Kinderbetreuungsgeld, Arbeitslosengeld etc. als Einkommen im Sinne des StudFG gelten.
 

Der notwendige Studienerfolg


Neben der Förderungswürdigkeit ist auch ein günstiger Studienerfolg als Anspruchsvoraussetzung nachzuweisen. Dieser ist grundsätzlich nach den ersten beiden Semestern vorzulegen.
Die geforderte Leistung beträgt 30 ECTS-Anrechnungspunkte. Der Nachweis muss bis spätestens Ende der Antragsfrist des nächsten Semesters erbracht werden. Der volle Leistungsnachweis berechtigt Euch zum Weiterbezug der Studienbeihilfe bis zum Ende der Anspruchsdauer des 1. Studienabschnitts.
ACHTUNG: Schafft Ihr weniger als die Hälfte der geforderten Stunden, ist die Beihilfe zurückzuzahlen.
Nach jedem Studienabschnitt ist der Nachweis der Diplomprüfung oder des Rigorosums zu erbringen. Dann bekommt Ihr das Stipendium ohne weiteren Leistungsnachweis für die gesamte Anspruchsdauer des jeweils nachfolgenden Studienabschnittes.
Für Studienwechsel gelten im Großen und Ganzen dieselben Bestimmungen wie für die Familienbeihilfe.
 

Ersatz der Studiengebühren (der Studienzuschuss)


Durch die weitgehende „Abschaffung“ der Studienbeiträge ab dem Sommersemester 2009 geht auch die Bedeutung des Studienzuschusses deutlich zurück. Regelmäßig werden nämlich Studierende, die auf Grund ihres bisherigen Studienverlaufes noch einen Anspruch auf Studienbeihilfe haben, von der Studienbeitragspflicht befreit sein.
Die nachstehenden Informationen sind daher für Sie nur dann von Relevanz, wenn Sie auch ab dem Sommersemester 2009 weiterhin verpflichtet sind, für das geförderte Studium einen Studienbeitrag zu entrichten.

Die wichtigsten Regelungen in Kürze:
1. Höhe: für alle Studienbeihilfenbezieherinnen/Studienbeihilfenbezieher jährlich € 726,72; für andere zwischen € 60,- und € 726,72 jährlich, abgestuft nach dem elterlichen Einkommen.
2. Studienerfolg: wie für den Bezug von Studienbeihilfe.

 

Weitere Information und Auskunft findet man unter: http://www.stipendium.at/stbh/index.php



 





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